Wir sind für euch da!

Metallurgischer Stammtisch

Stahlwerk Thüringen GmbH zu Gast beim Metallurgischen Stammtisch

Holger Baumann, Leiter des Gießbetriebs bei der Stahlwerke Thüringen GmbH und Ralf Peer Scheliga (RHI AG), Projektbetreuer bei der SWT konnten die Freiberger Studentenschaft mit einem spannenden Vortrag überzeugen. Vor allem die im Anschluss lebhafte Diskussion zum Thema verdeutlichte dabei ein weiterreichendes Interesse der Zuhörer.

Dipl.-Ing. Holger Baumann gab zunächst einen Überblick über das Firmenprofil der SWT, anschaulich wurde dabei auch auf die Geschichte des Werkes in Unterwellenborn eingegangen. Als „Mutter der Metallurgie“ der ehemaligen DDR zunächst das einzige Werk mit Hochofenbetrieb, wandelte sich das Unternehmen nach Bau einer kombinierten Formstahlstraße (1985) und Bau sowie späterer Inbetriebnahme neuer Lichtbogenöfen (1995) nach der Wende in ein modernes Elektrostahlwerk. Zurzeit produziert die zur brasilianischen CSN Gruppe gehörende SWT ca. 850.000 Tonnen Profilstahl im Jahr, wobei die anlagentechnische Kapazitätsgrenze bei ungefähr 1 Mio. Jahrestonnen liegt. Holger Baumann führte kurz und bündig durch die Produktionsprozesse vom Schrott zum adjustierten Halbzeug und ging insbesondere auf die zur Verfügung stehende Anlagentechnik ein.

Dabei wurde nicht nur auf die schmelzmetallurgischen Anlagen (ein Lichtbogenofen mit einer Elektrode/ Gleichstrom-betrieben) sowie Pfannenofen (LBO mit drei Elektroden/ Drehstrom-betrieben) und die 4-strängige Stranggussanlage eingegangen (um die es sich im späteren Fachvortrag besonders handeln sollte), sondern auch Neuerungen im Bereich der Profilstraße wurden aufgezeigt. So wurde vor kurzem eine neue Profilmesseinrichtung der Fa. Danieli mit Erfolg integriert. Unterstützt wurde Holger Baumann beim nachfolgenden Fachvortrag („Simulation von Tundish und Kokille – Verbesserung der Prozeßsicherheit und Halbzeugqualität“) von Ralf Peer Scheliga, Mitarbeiter der RHI AG. Da die SWT einen Großteil ihres Feuerfestmaterials von der RHI AG bezieht, ist es fast zwangsläufig, dass sich hierbei Gemeinschaftprojekte auftun. Der Fachvortrag behandelte einen Lösungsansatz zur Vermeidung von Abreißern beim Strangguss. Da bei der SWT anspruchsvollere Profile in Form von U-, I-, und H-Profilen gefertigt werden, wird ein Teil der Formgebung bereits durch Strangguss von Vorblöcken in Hundeknochenform (sog. Beam Blanks) realisiert. Hierbei sind strömungsbedingt die Abkühlungs- und Erstarrungsbedingungen in den Kokillen im Vergleich zu einfachen Profilquerschnitten erschwert. Eine Strömungssimulation bei veränderter Geometrie und Eindringtiefe der Tauchrohre sollte Aufschluss über optimale Parameter geben. Hierfür bedienten sich die Ingenieure eigens angefertigten Modellen aus Plexiglas mit eingefärbtem Wasser als Strömungsmedium. Breit diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch eine CFD-Simulation des Prozesses. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in veränderten Tauchrohren resultieren, die letztlich zu einer besser ausgeprägten Strangschale in den Kokillen führen. Der Vortrag deckte somit sehr schön die Herausforderungen eines Ingenieurs vom Problem zur Lösung bzw. Neuentwicklung ab. Besonders gut kam bei den Studenten an, dass gestellte Fragen sofort kompetent während des Vortrags beantwortet wurden, die Studenten durch Gegenfragen auch mal mit einbezogen wurden. Die rege Diskussion im Anschluss zeigte weiterreichendes Interesse auf. Ein sehr gelungener Abend aus Sicht des Vereins. So wünschen wir uns das für zukünftige Stammtische. Wir sagen Danke!

Exkursionen

M.Busch

Nach einer Einführungspräsentation vom Werksleiter Dr. Andreas Nissen durften wir vier Studenten der TU Bergakademie Freiberg am Nachmittag des 22.04.2016 die M. Busch GmbH & Co. KG besichtigen. Der führende Hersteller von LKW-Bremstrommeln und -scheiben sowie Getriebegehäusen und Flugscheiben (alles Grauguss)  beschäftig am Werk in Wehrstapel 306 Mitarbeiter. Der hochautomatisierte Betrieb produziert momentan 107.000 t guten Guss pro Jahr und führt derzeit eine Erweiterung durch eine leistungsstärkere HWS (Heinrich-Wagner-Sinto)-Anlage  durch, die eine Kapazitätserweiterung von bis zu 30 % erzielen soll. Wir bedanken uns im Namen des Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. für die aufschlussreiche Führung von zwei Mitarbeitern des Unternehmens M.Busch.

-Norman Hugon, Marco Reinhardt, Felix Töberich, Paul Schönherr-

Vereinsarbeit

Wir sind euer Ansprechpartner, wenn es um Informationen zum Studium metallurgischer Fachrichtungen, um Kontakte zur Wirtschaft, zu Praktika, Abschlussarbeiten und Exkursionen geht.

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Wir sind für euch da!

Weitere Informationen zu unseren Fördermöglichkeiten findest du hier. Beispielsweise gehören dazu:

  • Wir führen Exkursionen durch
  • Wir laden Vertreter aus der Industrie zum Metallurgischen Stammtisch ein
  • Wir organisieren Fahrten zum Studententag der Metallurgie
  • Wir unterstützen studentische Veranstaltungen
  • Wir pflegen Kontakte zu Studenten, Industrie und Studenten anderer Hochschulen
  • Wir organisieren den Studententag der Metallurgie in Freiberg
  • und vieles mehr

Wer ist der Vorstand?

Richard Acker (Vorsitzender)
Ralph Mädler (stellv. Vorsitzender)
Michael Hauser (Finanzvorstand)