Wieland-Werke AG zu Besuch zum metallurgischen Stammtisch in Freiberg

Anfang Februar war bei uns in Freiberg Herr Dr. Wolfram Schillinger, Manager Business Development bei der Wieland-Werke AG, sowie Frau Margit Walter vom Personalmarketing zu Besuch. Referiert wurde über das Thema „Trötenmessing und wohlklingende Bronze: Cu-Werkstoffe für den Musikinstrumentenbau“ mit interessanten metallurgischen Gesichtspunkten auf die Musikinstrumente von damals und heute sowie auch einem kleineren historischen Exkurs in die Anfänge der Kupfer- und Messingherstellung im Zusammenhang der Eigenschaften und Einflüsse auf den Klang und der Herstellung welcher mit Spannung von Studenten und Mitarbeitern unserer Universität verfolgt wurde.

 

Zur Untersuchung des Klangverhaltens von alten Instrumenten und warum auf ihnen ein angenehmeres Spielen der Musik möglich war, wurden viele Materialproben aus Instrumenten aus Museen und Sammlungen vorsichtig entnommen und analysiert. Die Ergebnisse wurden im Zusammenhang mit den damaligen Verfahren der Herstellung von Kupfer und Messing in Verbindung gebracht und wissenschaftlich erläutert, was bei der Zuhörerschaft auf reges Interesse traf und mit eben solchem verfolgt wurde. Im Zuge der Untersuchungen wurde auch eine Nachbildung jener Instrumente auf Basis alter Verfahren versucht und die Schwierigkeiten der damaligen Herstellung von Instrumenten Aufgezeigt. 

Die im Anschluss angefügte Diskussion sowie einem Ausklingen des Stammtisches in entspannter Atmosphäre rundete den Abend ab und war traf auf gute Resonanz bei allen Beteiligten. Wir bedanken uns des Weiteren bei der Wieland-Werke AG für die Ermöglichung eines solchen Abends sowie auch dem Vortragenden, Herr Dr. Wolfram Schillinger, für einen Vortrag der besonderen Art, welcher einem die Gegenstände des Alltags von einem ganz anderen Blickwinkel betrachten lies.

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt zu Besuch beim Metallurgischen Stammtisch


Zur Firmenkontaktmesse ORTE im Januar 2017 an der TU Bergakademie Freiberg hatten wir die Ehre Dr. Jörg Hunger,
Leiter des Roheisenwerkes bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, zu empfangen.

Zunächst wurde ein Überblick über die Firma ArcelorMittal gegeben,
wobei bereits intensiv auf die spezielle Bedeutung der
Hochöfen am Standort eingegangen wurde.
Im Anschluss daran erfolgte eine detaillierte und mit zahlreichen Bildern
veranschaulichte Beschreibung der
Zwischenreperatur am Hochofen 5A, welche mit speziellen Aufgaben und Problemlösungen einherging.


Besonders wissenswert wurde auch die Vorbereitungen des Hochofens auf die eigentliche Reparatur von der technologischen Seite geschildert,
was durch einzigartige Fotos auch für die niedrigeren Semester sehr verständlich erklärt werden konnte.

Im Anschluss an den Vortrag wurden in geselliger Runde interessante Fragen über den Arbeitsalltag sowie technologischen Themen von circa 45 Studenten, Doktoranten und Mitarbeitern mit der Firma rege diskutiert.



Wir bedanken uns im Namen der Metallurgiestudenten zu Freiberg für diesen wunderbaren Einblick und dem gelungenen Abend.

 

Stahlwerk Thüringen GmbH zu Gast beim Metallurgischen Stammtisch

Holger Baumann, Leiter des Gießbetriebs bei der Stahlwerke Thüringen GmbH und Ralf Peer Scheliga (RHI AG), Projektbetreuer bei der SWT konnten die Freiberger Studentenschaft mit einem spannenden Vortrag überzeugen. Vor allem die im Anschluss lebhafte Diskussion zum Thema verdeutlichte dabei ein weiterreichendes Interesse der Zuhörer.

Dipl.-Ing. Holger Baumann gab zunächst einen Überblick über das Firmenprofil der SWT, anschaulich wurde dabei auch auf die Geschichte des Werkes in Unterwellenborn eingegangen. Als „Mutter der Metallurgie“ der ehemaligen DDR zunächst das einzige Werk mit Hochofenbetrieb, wandelte sich das Unternehmen nach Bau einer kombinierten Formstahlstraße (1985) und Bau sowie späterer Inbetriebnahme neuer Lichtbogenöfen (1995) nach der Wende in ein modernes Elektrostahlwerk. Zurzeit produziert die zur brasilianischen CSN Gruppe gehörende SWT ca. 850.000 Tonnen Profilstahl im Jahr, wobei die anlagentechnische Kapazitätsgrenze bei ungefähr 1 Mio. Jahrestonnen liegt. Holger Baumann führte kurz und bündig durch die Produktionsprozesse vom Schrott zum adjustierten Halbzeug und ging insbesondere auf die zur Verfügung stehende Anlagentechnik ein.

Dabei wurde nicht nur auf die schmelzmetallurgischen Anlagen (ein Lichtbogenofen mit einer Elektrode/ Gleichstrom-betrieben) sowie Pfannenofen (LBO mit drei Elektroden/ Drehstrom-betrieben) und die 4-strängige Stranggussanlage eingegangen (um die es sich im späteren Fachvortrag besonders handeln sollte), sondern auch Neuerungen im Bereich der Profilstraße wurden aufgezeigt. So wurde vor kurzem eine neue Profilmesseinrichtung der Fa. Danieli mit Erfolg integriert. Unterstützt wurde Holger Baumann beim nachfolgenden Fachvortrag („Simulation von Tundish und Kokille – Verbesserung der Prozeßsicherheit und Halbzeugqualität“) von Ralf Peer Scheliga, Mitarbeiter der RHI AG. Da die SWT einen Großteil ihres Feuerfestmaterials von der RHI AG bezieht, ist es fast zwangsläufig, dass sich hierbei Gemeinschaftprojekte auftun. Der Fachvortrag behandelte einen Lösungsansatz zur Vermeidung von Abreißern beim Strangguss. Da bei der SWT anspruchsvollere Profile in Form von U-, I-, und H-Profilen gefertigt werden, wird ein Teil der Formgebung bereits durch Strangguss von Vorblöcken in Hundeknochenform (sog. Beam Blanks) realisiert. Hierbei sind strömungsbedingt die Abkühlungs- und Erstarrungsbedingungen in den Kokillen im Vergleich zu einfachen Profilquerschnitten erschwert. Eine Strömungssimulation bei veränderter Geometrie und Eindringtiefe der Tauchrohre sollte Aufschluss über optimale Parameter geben. Hierfür bedienten sich die Ingenieure eigens angefertigten Modellen aus Plexiglas mit eingefärbtem Wasser als Strömungsmedium. Breit diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch eine CFD-Simulation des Prozesses. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in veränderten Tauchrohren resultieren, die letztlich zu einer besser ausgeprägten Strangschale in den Kokillen führen. Der Vortrag deckte somit sehr schön die Herausforderungen eines Ingenieurs vom Problem zur Lösung bzw. Neuentwicklung ab. Besonders gut kam bei den Studenten an, dass gestellte Fragen sofort kompetent während des Vortrags beantwortet wurden, die Studenten durch Gegenfragen auch mal mit einbezogen wurden. Die rege Diskussion im Anschluss zeigte weiterreichendes Interesse auf. Ein sehr gelungener Abend aus Sicht des Vereins. So wünschen wir uns das für zukünftige Stammtische. Wir sagen Danke!

Saarstahl beim Stammtisch

Das Saarland liegt zwar ein Stück von Freiberg entfernt, aber Freiberger Absolventen sind überall hoch begehrt! So konnte Herr Dipl.-Ing. Michael Hötzel von der Saarstahl AG aus erster Hand berichten, wie interessant und abwechslungsreich der Berufsalltag ist. Er referierte zum Thema: "Simulation Tundisch und Kokille - Verbesserungen der Prozesssicherheit und der Halbzeugqualität"

Hochinteressant waren auch seine Ausführungen zur Erneuerung der Pfannen im Stahlwerk. Durch den Einsatz modernerer Stahlwerkstoffe war es so möglich, die Pfannen dünnwandiger und somit größer und leichter zu konzipieren. Als Ergebnis konnte die Produktion um mehrere Tonnen pro Abstich erhöht werden bei gleichbleibender Hebelast für die Krane. Wir danken für den interessanten Vortrag!

AMAG in Freiberg

Passend zur Sommer-ORTE hatten der Verein Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. und die Austria Metall AG einen besonderen metallurgischen Stammtisch organisiert. Anstelle der üblichen Vortragsräume wurde der Innenhof des Ledeburbaus, Sitz des Instituts für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe und des Instituts für Eisen- und Stahltechnologie, zum Austragungsort umfunktioniert. Mit Bier vom Fass und Stärkung vom Grill genossen wir einen interessanten Vortrag von Frau Valerie Neitzel zum Thema "AMAG - eine glänzende Zukunft".

Zusammen mit Herrn Paul Benischek, Leiter Personal, berichtete Frau Neitzel über die Herstelung von Aluminium und insbesondere über die Herausforderungen in der Herstellung von dünnsten Aluminiumfolien. Hochinteressant waren ihre Ausführungen wie Schichtdicken von 3-9 µm in einem großtechnischen Prozess erzeugt werden. Trotz des durchwachsenen Wetters folgte eine überdurschnittlich große Anzahl an Studenten und einzelnen Professoren den Ausführungen. Herr Benischek stellte im Anschluss daran die interessanten Betätigungsfelder eines Ingenieurs bei AMAG vor. Sehr wissens- und bemerkenswert waren auch die vorgestellten Videos zum Neubau der Produktionsstätten in Ranshofen. Die Größe der Neubauten, welche eine Verdopplung der Produktionskapazitäten ermöglichen, wurden in der Studentenschaft mit staunen verfolgt. Wir danken den Vortragenden für die schönen Vorträge!

Pleissner Guss stellen sich vor

Anfang Juli stellten Dipl.-Ing. Robert Loschke und Dr.-Ing. Lukas Petzold von Pleissner Guss ihr Unternehmen vor. Herr Robert Loschke ist seit etwas mehr als ein Jahr im Unternehmen und berichtete zu den Anforderungen im Berufsalltag an einen Absolventen. Herr Lukas Petzold ist seit 2012 im Unternehmen und gab einen Einblick in die vielfältige und abwechslungsreiche Arbeit eines Ingenieurs bei Pleissner Guss.

Der Vortrag zum Thema "Untersuchungen zu Gefüge, Eigenschaften und Herstellbarkeit des hochwarmfesten Stahls CB2 für die Energieerzeugung" fand großes Interesse in der Studentenschaft. Wir danken den Vortragenden für die interessanten Einblicke!

 

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