ArcelorMittal Hamburg beim Metallurgischern Stammtisch

Der erste Metallurgische Stammtisch des Wintersemesters 2015 wurde von ArcelorMittal Hamburg ausgetragen. Herr Dr. Marc Hölling und Frau Dipl.-Ing. Kristin Helas referierten zur „Herstellung von Qualitätswalzdraht auf Basis von Eisenschwamm und Schrott“. Dabei gab zuerst Dr.Hölling einen allgemeinen Einblick das Hamburger Stahlwerk und zeigte in einem Überblick über Technologien und Projekte, beispielsweise wie eine Direktreduktionsanlage funktioniert. Hochinteressant war es für die Zuhörerschaft dabei auch die Energieflüsse und benötigten Mengen zu erfahren. Die Hamburger Anlage vom Typ Midrex dient der Herstellung von Eisen aus Erz ohne den Zwischenschritt des Schmelzens und ist die einzige Direktreduktionsanlage in Europa.

Im Anschluss daran stellte Frau Helas, Freiberger Absolventin des Umforminstituts, ihre Arbeit im Drahtwalzwerk vor. Sie erklärte, wie Verfahren auf einander abgestimmt sein müssen um am Ende Qualitätswalzdraht, wie beispielsweise sehr dünn gezogenen Reifendraht, zu erhalten. Dabei stellte Sie einzelne Anlagen im Walzwerk vor und erläuterte verschiedene Forschungsprojekte. Sehr interessant war es, das Zusammenspiel vom Huberherdofen, der Vor- und Mittelstraße, den Drallern und Führungen bis hin zum Windungslegers zu beleuchten. Natürlich wurde auch auf die sich anschließende Qualitätssicherung eingegangen. Somit ergab sich für die Studenten ein informativer Stammtisch, der auf interessante Weise den Verlauf vom Erz zum Draht darstellte.