Hydro Aluminium beim Stammtisch

Der Verein Metallurgiestudenten zu Freiberg e.V. freute sich sehr, dass wir Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch von  HydroAluminium als Referenten für einen metallurgischen Stammtisch gewinnen konnten. Zusammen mit Herrn Carsten Schütz berichtete er zum Thema "Die metallurgische Prozesskette der Aluminiumproduktion".

Herr Prof. Hirsch, welcher am HydroAluminium Forschungszentrum in Bonn arbeitet, zeigte auf eindruckvolle Weise die Herstellung von Aluminium aus den Primärrohstoffen bis hin zur Anwendung in verschiedenen Bauteilen unseren täglichen Lebens. Herr Carsten Schütz zeigte in Anschluss daran die vielfältigen Jobmöglichkeiten eines Ingenieurs bei HydroAluminium auf. Die große Resonanz in der Studentenschaft zeigte das hohe Interesse an dem Thema. Wir danken beiden Vortragenden für den schönen Abend!

 

„…sonst zieht’s im Flugzeug“ – AMAG stellt sich vor

Die Austria Metall AG (AMAG) war im April 2015 zu Gast in Freiberg. Herr Dipl.-Ing. Peter Schulz, Leiter der Technologie des Walzwerkes, und Herr Paul Benischek, Leiter der Personalabteilung, stellten sich und ihr Unternehmen vor. Herr Schulz zeigte in seinem Vortrag zum Thema „Aluminium für Autos, Marine und Flugzeuge - eine Herausforderung für den Techniker“ wie vielfältig Aluminium eingesetzt wird.

Er ging hierbei auf verschiedene Beispiele ein, welche den Studenten aus der Theorie bekannt waren und führte eindrucksvoll aus, durch welche metallurgischen und umformtechnischen Schritte die Eigenschaften gezielt eingestellt werden können. Als Leiter der Technologie des Walzwerkes ging er hierbei auch auf die einzelnen Schritte der Wärmebehandlung ein und veranschaulichte die Einflüsse von Ausscheidungen durch REM-Aufnahmen.

Hochinteressant war seine Videovorführung einer Reckanlage für Aluminiumbleche und dem Einfluss der Lüderslinien beim Recken der Bleche. Anschließend erklärte er die Notwendigkeit der anwendungsbezogenen Herstellungsarten am Beispiel eines Flugzeuges: „Ohne Aluminium zieht‘s halt im Flugzeug“ was für herzhafte Lacher sorgte. In Anschluss an den interessanten Vortrag beantworteten Herr Schulz und Herr Benischek viele interessante Fragen der zahlreichen Studenten.

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt beim Metallurgischen Stammtisch

Passend zur Firmenkontaktmesse ORTE 2015 der TU Bergakademie Freiberg stellte sich ArcelorMittal Eisenhüttenstadt beim Metallurgischen Stammtisch vor. Herr Dipl.-Ing. Veit Pschebezin sprach über moderne Kohlenstaubeinblasung am Hochofen.

Hochöfen stellen in integrierten Hüttenwerke einen essentiellen Bestandteil dar. Sie liefern das flüssige Roheisen für den Konverterprozess. Umso wichtiger ist daher eine ressourceneffiziente Nutzung bei ständig international schwankenden Rohstoffangeboten und Rohstoffqualitäten. Für ein EU-gefördertes Projekt wurde daher ein Hochofen in Eisenhüttenstadt mit besonderen Brennern ausgestattet. Dieser Hochofen wurde dafür extra in Betrieb genommen und läuft parallel zu den anderen. Über spezielle Einblasmöglichkeiten ist es somit möglich einen Teil des Koksverbrauchs des Hochofens durch kostengünstigere Kohle zu ersetzen.

Herr Pschebezin war bereits 2012 in Freiberg und stellte damals die Anfänge des Projekts vor. Die interessierte Zuhörerschaft aus Studenten, Doktoranden und Mitarbeitern der Universität folgte Herrn Pschebezins Ausführungen gespannt und stellte im Anschluss interessierte Fragen.

Brandenburger Elektrostahlwerke beim Metallurgischen Stammtisch

Herr Christian Schwalbe, Leiter der Qualitätsstelle der Brandenburgischen Elektrostahlwerke, stellte uns am 10. Juli 2014 den „Spagat zwischen Klasse und Masse“ vor. Er erklärte die Herstellung von Ziehereigüten bei den Brandenburger Elektrostahlwerken (B.E.S.) und zeigt auf interessante Weise, wie die Anforderungen der Kunden, die Prüfung und Entwicklung auf einander abgestimmt werden. Der Vortrag stieß auf reges Interesse und was sich auch in der anschließenden Fragerunde bemerkbar machte.

Herr Schwalbe von den Brandenburger Elektrostahlwerken beim Metallurgischen Stammtisch

ArcelorMittal Hamburg beim Metallurgischern Stammtisch

Der erste Metallurgische Stammtisch des Wintersemesters 2015 wurde von ArcelorMittal Hamburg ausgetragen. Herr Dr. Marc Hölling und Frau Dipl.-Ing. Kristin Helas referierten zur „Herstellung von Qualitätswalzdraht auf Basis von Eisenschwamm und Schrott“. Dabei gab zuerst Dr.Hölling einen allgemeinen Einblick das Hamburger Stahlwerk und zeigte in einem Überblick über Technologien und Projekte, beispielsweise wie eine Direktreduktionsanlage funktioniert. Hochinteressant war es für die Zuhörerschaft dabei auch die Energieflüsse und benötigten Mengen zu erfahren. Die Hamburger Anlage vom Typ Midrex dient der Herstellung von Eisen aus Erz ohne den Zwischenschritt des Schmelzens und ist die einzige Direktreduktionsanlage in Europa.

Im Anschluss daran stellte Frau Helas, Freiberger Absolventin des Umforminstituts, ihre Arbeit im Drahtwalzwerk vor. Sie erklärte, wie Verfahren auf einander abgestimmt sein müssen um am Ende Qualitätswalzdraht, wie beispielsweise sehr dünn gezogenen Reifendraht, zu erhalten. Dabei stellte Sie einzelne Anlagen im Walzwerk vor und erläuterte verschiedene Forschungsprojekte. Sehr interessant war es, das Zusammenspiel vom Huberherdofen, der Vor- und Mittelstraße, den Drallern und Führungen bis hin zum Windungslegers zu beleuchten. Natürlich wurde auch auf die sich anschließende Qualitätssicherung eingegangen. Somit ergab sich für die Studenten ein informativer Stammtisch, der auf interessante Weise den Verlauf vom Erz zum Draht darstellte.

Energietechnik Essen beim Metallurgischen Stammtisch

Am 5. Juni 2014 begrüßten wir Dr. Roman Ritzenhoff von der Energietechnik Essen GmbH in Freiberg. In seinem Vortrag "Die Metallurgie der Druckaufgestickten Stähle" stellte er viele Aspekte der hochlegierten stickstoffhaltigen Stähle vor und zeigte neben sehr interessanten Sonderschmelzverfahren auch deren praktische Anwendung.

Die Energietechnik Essen ist in der Lage durch Elektro-Schlacke-Umschmelzen (ESU) Stähle herzustellen, die sehr hohe Reinheitsgrade in Bezug auf nichtmetallische Einschüsse aufweisen. Weiterhin sind sie in der Lage dieses Verfahren, bei dem eine Elektrode aus Stahl langsam durch ein Schlackebad abgeschmolzen wird, unter bis zu 40 bar Stickstoffüberdruck durchzuführen. Als Leiter des Technologie- und Qualitätswesens zeigte Dr. Ritzenhoff in seinem Vortrag, wie sich die Eigenschaften dabei verändern und welche Einsatzmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Beispielsweise werden aus diesen Sonderstählen Kugellager für die Luft- und Raumfahrtindustrie, Chirurgieinstrumente (Nickelfrei aber nichtmagnetisierbar durch den hohen Stockstoffgehalt) oder Kappenringe mit mehreren Tonnen Gewicht für Turbogeneratoren hergestellt.

 

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