Veranstaltungen
Schmiedewerke Gröditz und Pleissner Guss
Im Rahmen unseres Stammtisches durften wir im Juni 2026 die Schmiedewerke Gröditz
und Pleissner Guss als Gastgeber begrüßen. In einem informativen Vortrag erhielten die
Teilnehmer spannende und umfassende Einblicke in die Unternehmen, ihre
Fertigungskompetenzen sowie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der
Gießerei- und Schmiedeindustrie. Dabei wurde sowohl auf die beachtliche
Fertigungstiefe als auch auf das breit gefächerte Produktsortiment eingegangen.
Der Vortrag bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für weiterführende Fragen und
Diskussionen. In der anschließenden Gesprächsrunde sowie beim gemeinsamen
Ausklang des Abends in entspannter Atmosphäre ergaben sich zahlreiche vertiefende
und fachübergreifende Gespräche.
Wir bedanken uns herzlich bei den Schmiedewerken Gröditz sowie Pleissner Guss für den
gelungenen Abend und freuen uns auf weitere spannende Stammtische mit
interessanten Einblicken und anregenden Gesprächen.
Frühlingsexkursion
Am 7. April war es wieder so weit: Die Metallurgiestudenten gingen auf Reisen. Ziel der diesjährigen Exkursion waren Baden-Württemberg und das Saarland – zwei bedeutende Regionen der deutschen Metallurgie.
Station 1: Badische Stahlwerke in Kehl
Unser erster Stopp führte uns zu den Badischen Stahlwerken. Vor Ort wurden wir von Herrn Julius Felder und Herrn Moritz Haag herzlich empfangen. Nach einer kurzen, informativen Einführung über das Unternehmen führten uns die beiden entlang der gesamten Prozesskette – von der Schrottanlieferung bis zum Ausgang der Fertigprodukte. Besonders beeindruckend war der Einblick in die Abläufe eines Elektrostahlwerks. Den Elektrolichtbogenofen konnten wir aus nächster Nähe bestaunen – ein Erlebnis, das uns die industrielle Realität hautnah spüren ließ.
Station 2: Dillinger Hütte
Am nächsten Tag ging es ins Saarland. Die Hochöfen der Dillinger Hütte standen als Erstes auf dem Programm. Herr Gabriel Montalto Monella gab uns eine detaillierte Einführung in die Funktionsweise eines Hochofens – für viele Studierende in den unteren Semestern völlig neues Terrain. Anschließend durften wir das Aggregat im laufenden Betrieb erleben.
Nach einer Mittagspause führte uns Herr Torsten Lehmann, ein ehemaliger Absolvent unserer Hochschule, durch das Stahlwerk. Wir bestaunten einen Konverterabstich und eine laufende Stranggussanlage. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Transformationsbaustelle: Hier wurde uns bewusst, was es bedeutet, eine gesamte Industrie klimaneutral zu gestalten – und welche Herausforderungen damit auf uns als zukünftige Absolventen warten.
Den Abend ließen wir gemeinsam mit Betriebsingenieuren und Werkleiter Herrn Deckers in der L’Osteria in Saarbrücken ausklingen. Bei gutem Essen und fachlichen Diskussionen knüpften wir wertvolle Kontakte.
Station 3: Saarstahl AG in Völklingen
Unser zweiter Tag im Saarland begann bei der Saarstahl AG. Werkleiter Herr Dr. Schöne und Betriebsingenieur Michael Hötzel – ebenfalls ein Freiberger Absolvent – empfingen uns. Herr Hötzel erklärte uns die Funktionsweise eines LD-Konverters und führte uns von der Roheisenanlieferung bis zur Stranggussanlage durch das Werk. So konnten wir die metallurgischen Besonderheiten beider Werke direkt vergleichen. Deutlich wurde: Nicht jedes Werk kann jede Stahlgüte herstellen – die Produktion bestimmter Güten erfordert spezifische Anlagen.
Nach dem Mittagessen in der Kantine der SAG, bei dem wir Herrn Del Savio aus der Personalabteilung kennenlernten, ging es am Nachmittag zurück nach Dillingen. Dort besuchten wir das Warmwalzwerk und erhielten eine Einführung in die Grundlagen des thermomechanischen Walzens. Erneut beeindruckten uns die enormen Dimensionen und Kräfte der Anlagen – und zugleich die Präzision, mit der sie ein genau abgestimmtes Produkt hervorbringen.
Station 4: Stranggussanlage 6 der Dillinger Hütte
Am letzten Tag unserer Exkursion stand eigentlich der Besuch des Weltkulturerbes in Völklingen auf dem Plan. Wir entschieden uns jedoch anders – für die Stranggussanlage 6 der Dillinger Hütte. Diese vollständig vertikale Stranggussanlage ist in ihrer Dimension und Betriebsweise weltweit einzigartig. Da sie an den vorherigen Tagen gewartet wurde, bot sich uns die einmalige Gelegenheit, sie im laufenden Betrieb zu erleben. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen.
Zum Abschluss möchten wir uns herzlich bei allen besuchten Unternehmen bedanken – für die interessanten Gespräche, die fachlichen Diskussionen und die gastfreundliche Aufnahme. Diese Exkursion war nicht nur fachlich äußerst bereichernd, sondern auch eine große Motivation für unseren weiteren Weg als angehende Metallurginnen und Metallurgen.
Vielen Dank – und bis zum nächsten Mal!
Goldschmidt, Elektro-Thermit GmbH & Co. KG
Zu Beginn des zweiten Monats hat der Metallurgiestudentenverein wieder einen Stammtisch organisiert.
Diesmal war die Goldschmidt, Elektro-Thermit GmbH & Co. KG zu Gast. Zu dritt haben Herr Hantusch, Herr Keichel und Herr Höschen etwas zur Geschichte der Metallurgie, der Geschichte Goldschmidt GmbH und den Zukunftsplänen der Firma präsentiert. Es gab viele interessante Sachverhalte zu erzählen. Anders als der Name Goldschmidt erwarten lässt, hat die Firma nichts mit Gold zu tun. Erst im restlichen Namen versteckt sich, was das Geschäft des Unternehmens ist - Elektrothermitschweißen.
In dem vergleichsweise langen und doch kurzweiligen Vorträgen haben wir viel neues über das Elektrothermitschweißen, die Anwendung und die Funktionsweise erfahren. Nach dem Essen haben sich lockere Gesprächsgruppen gebildet und die Vertreter haben uns einen Einblick in den Alltag, sowie die Forschungsprojekte der Goldschmidtmitarbeiter gegeben.
Schon während der Vorträge, sowie in den Gesprächen wurde deutlich, dass das Unternehmen schon viel über seine technischen Prozesse weiß, aber noch mehr herausfinden will. Neben den Projekten die sowieso schon mit diversen Instituten der TUBAF laufen haben sie auch hier nochmals das Interesse vieler Besucher des Stammtisches geweckt.
Alles in allem war es wieder ein gelungener Stammtisch mit vielen neuen Eindrücken, neuen Kontakten und bester Stimmung.
AMAG Austria Metall AG
Anfang 2026 veranstaltete unser Verein einen äußerst erfolgreichen Stammtisch. Gastgeber des Abends war die AMAG aus Ranshofen, vertreten durch Frau Reicherzer und Herrn Michael, die mit Kompetenz und Engagement agierten.
In einem informativen und zugleich kurzweiligen Vortrag wurde ein umfassender Überblick über die AMAG und deren Rolle in der internationalen Aluminiumindustrie vermittelt. Dabei wurde sowohl auf die globale Präsenz des Unternehmens mit Produktionsstandorten in Kanada, Österreich und Deutschland als auch auf das breit gefächerte Produktsortiment eingegangen. Besonders hervorgehoben wurden die modernen Produktionsanlagen, die hohen technologischen Standards sowie die Bedeutung nachhaltiger und effizienter Prozesse. Der Vortrag bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für weiterführende Fragen und Diskussionen. In der anschließenden Gesprächsrunde sowie beim gemeinsamen Ausklang des Abends in der Stadtwirtschaft ergaben sich zahlreiche vertiefende und fachübergreifende Gespräche in entspannter Atmosphäre.
Wir bedanken uns herzlich bei der AMAG und freuen uns bereits auf zukünftige Stammtische mit interessanten Gesprächen und spannenden Einblicken.